Es war eine fantastische Zeit. Es waren Tage und Nächte im Büro. Und es hat verdammt viel Spaß gemacht. Es war unser Versuch, Wirtschaft anders zu erzählen. Den Wirtschaftsjournalismus neu zu erfinden. “Sieht aus wie eine Actionkomödie und liest sich wie ein Dokumentarfilm”, schrieb ein Leser über Business Punk einst auf der Business-Punk-Facebook-Wall. Seither weiß ich: Es hat funktioniert.
An jenem Abend im Winter 2008, als meine Kollegin Anja Rützel und ich Business Punk ausgedacht haben, haben wir nicht geglaubt, dass es das Heft jetzt - mehr als vier Jahre später - noch gibt. Dass es einmal die Financial Times Deutschland, für die wir beide auch damals schon arbeiteten, überleben würde. Dass es als eines von zwei Wirtschaftsmagazinen bei G+J übrig bleiben würde.
An jenem Abend im Winter 2008 haben wir nicht mal gewagt zu hoffen, dass Business Punk je erscheinen wird. Es war eine Schnapsidee (vielleicht eine Erklärung dafür, warum wir die “Schnapsidee” später zu einer festen Rubrik im Heft machten). Aber eine Schnapsidee, an die wir von Beginn an so fest glaubten, dass wir selbst Skeptiker überzeugen konnten. Viele Leser und User lieben das Heft. Andere hassen unsere Idee. Vor allem eines war Business Punk aber nie: egal. Und das ist, was bleibt.
Nun habe ich mich entschieden - genau wie meine Kollegin Anja Rützel - Business Punk zu verlassen. Das März-Heft (Ausgabe 01/2013) war die letzte Ausgabe, die ich als Redaktionsleiter verantwortet habe; der 30. April 2013 war mein letzter Tag bei den G+J Wirtschaftsmedien.
Darum an dieser Stelle:
Herzlichen Punk an alle, die uns in Redaktion und Verlag die Chance gegeben haben, dieses Heft zu entwickeln, zu publizieren und erfolgreich am Markt zu etablieren.
Herzlichen Punk an alle, die mitgearbeitet und uns in den vergangenen Jahren unterstützt haben.
Und herzlichen Punk an alle Kritiker, die uns angespornt haben, immer wieder etwas zu verändern - oder gerade nicht.
Bevor ich 2005 zur FTD kam, habe ich fast ausschließlich online gearbeitet, u.a. bei yahoo.de, e-politik.de, sueddeutsche.de und jetzt.de. Nun gehe ich zurück ins Digitale. Ich freue mich auf den Job und die neuen Kolleginnen und Kollegen - es wird eine fantastische Zeit.