Nikolaus Roettger

print-, online- & social-media-storytelling
entrepreneurial, creative, innovative

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Nikolaus, 38, will start as the editor of Wired Germany in April 2014.

Until February 2014 he used to work as the editor of Gründerszene.de, Germanys leading magazine for the digital economy – covering startups, tech and business.

Before he has been editing Business Punk, a young German business- and lifestyle-magazine, which he founded for Gruner+Jahr Wirtschaftsmedien. Nikolaus, also wrote for the Financial Times Deutschland, which has been published until December 2012.

He studied Political Science, Macroeconomics and Sociology in Munich (Germany) and Bradford (UK). He already worked for Yahoo, sueddeutsche.de and jetzt.de and as the founder of e-politik.de. Additional he is an experienced speaker (journalism, entrepreneurship, creativity) and project manager. He lives with his wife and his three children in Berlin, Germany.

This is his private blog.

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Warum ich beim Hoodiejournalismus ans Snowboarden denken muss ODER In der Hoodiejournalismus-Debatte ist alles gesagt – und nun auch von mir

Erinnert sich jemand an die Zeit, als die ersten Snowboarder auf den Pisten unterwegs waren? Die Snowboarder belächelten damals die Skifahrer. Und umgekehrt. Manchmal hassten sie einander auch. Die einen wollten ihre Piste nicht teilen mit den Kapuzenpulli-Typen, die dauernd im Schnee sitzen. Die anderen wollten endlich Anerkennung: Gab es zu den Olympischen Winterspielen 1992 in Albertville nicht sogar den Spruch „Albert ville Snowboarden“ oder „Albert will Snowboarden“ oder „Albertville Snowboarden“?

Manchmal muss ich – obwohl der Vergleich natürlich hinkt (s.u.) – an diese Zeit denken, wenn es nun um Hoodie vs. Anzug und Online vs. Print geht. Die Debatte ist auf inhaltlicher Ebene wirklich ermüdend, weil sich der Journalismus dauernd mit sich selbst beschäftigt anstatt aus Perspektive der Leser zu denken. Denn: Unseren Lesern und Usern ist diese Debatte sehr egal (wie in den vergangenen Tagen schon vielfach betont wurde). 

Es gibt die Legende, dass Amazon-Gründer Jeff Bezos bei Meetings stets einen Stuhl im Raum leer lässt. Für den potenziellen Kunden. Journalisten sollten sich das abschauen und in der Debatte und in ihren Redaktionskonferenzen immer einen Stuhl leer lassen, auf dem der potenzielle Leser sitzt. Dann würde das Print-vs.-Online-Gequatsche schnell ad absurdum geführt werden. Es ginge wieder um die Frage, welche Inhalte unsere Leser und User wollen. 

Es ginge endlich wieder um Trash vs. Qualität, um Klickmaschinen vs. Longreads, um Fastfood-Journalismus vs. Fünf-Sterne-Tablet-Oder-Gedruckte-Reportage-Plus-Grandiose-Fotos-Menüs.

Auch im Printboulevard und Katzencontent-Journalismus kann sich manchmal ein qualitativ hochwertiger Bio-Burger verstecken. Und im Debatten-Feuilleton-Reportagen-Meinungs-Journalismus ist bisweilen auch Müll. 

Am Ende entscheidet der Kunde, was er lesen oder sehen will. Ich schreibe nicht: „Was er kaufen will.“ Denn die Frage, wie Bezahlung von Inhalten künftig funktioniert, ist noch nicht beantwortet. Und ich wette, jeder, der das hier liest, geht bisweilen aus einem Kiosk (egal ob on- oder offline) ohne Inhalte zu kaufen, weil er oder sie denkt: „3,50 Euro sind zu teuer für ein Magazin.“ Nur um dann gleich nebenan in einem Café für den gleichen Preis einen überteuerten Latte Macchiato zu kaufen, den man in fünf Minuten schlürft. So ein Magazin kann man doch ein ganzes Wochenende lang lesen! Aber Zeit – die Zeit unserer Leser/User – ist vielleicht die wahre Währung. Wie viel Zeit wollen sie investieren und ab welchem Punkt sind sie bereit auch noch Geld für diese Investition auszugeben? 

Doch diese Debatte ist eine andere als die inhaltliche, in der permanent der Gegensatz zwischen Print und Online betont wird. Am Ende ist dieser Gegensatz auf inhaltlicher Ebene genauso unnötig wie der zwischen Snowboardern und Skifahrern. Ja, beide Parteien machen Wintersport anders. Aber am Ende fahren alle die gleiche Piste runter. 

PS: Der Vergleich zwischen Skifahrern/Snowboardern und Print/Online hinkt natürlich, weil das eine Freizeit ist und das andere Beruf, in dem man Geld verdienen muss. Inhaltlich interessant jedoch ist: Wedeln ist nicht mehr, heute carven Skifahrer auch.

PPS: Was ich wirklich nicht verstanden habe, ist der angebliche Vorwurf, Stefan Plöchinger (Disclaimer: mit dem ich persönlich bekannt bin) habe sich nicht als Schreiber hervorgetan. Pep Guardiola wirft man ja auch nicht vor, dass er keine Tore schießt. Wobei ich weit davon entfernt bin, Plöchinger mit Guardiola gleichzusetzen. Darum vielleicht lieber so: Man wirft einem Dirigenten ja auch nicht vor, dass er nicht das Piano-Solo oder die erste Geige spielt. 

marissamayr:

I’m delighted to announce that we’ve reached an agreement to acquire Tumblr! 

We promise not to screw it up.  Tumblr is incredibly special and has a great thing going.  We will operate Tumblr independently.  David Karp will remain CEO.  The product roadmap, their team, their wit and irreverence will all remain the same as will their mission to empower creators to make their best work and get it in front of the audience they deserve.  Yahoo! will help Tumblr get even better, faster.

Tumblr has built an amazing place to follow the world’s creators. From art to architecture, fashion to food, Tumblr hosts 105 million different blogs.  With more than 300 million monthly unique visitors and 120,000 signups every day, Tumblr is one of thefastest-growing media networks in the world.  Tumblr sees 900 posts per second (!) and 24 billion minutes spent onsite each month.  On mobile, more than half of Tumblr’s users are using the mobile app, and those users do an average of 7 sessions per day.  Tumblr’s tremendous popularity and engagement among creators, curators and audiences of all ages brings a significant new community of users to the Yahoo! network.  The combination of Tumblr+Yahoo! could grow Yahoo!’s audience by 50% to more than a billion monthly visitors, and could grow traffic by approximately 20%.

In terms of working together, Tumblr can deploy Yahoo!’s personalization technology and search infrastructure to help its users discover creators, bloggers, and content they’ll love.  In turn, Tumblr brings 50 billion blog posts (and 75 million more arriving each day) to Yahoo!’s media network and search experiences.  The two companies will also work together to create advertising opportunities that are seamless and enhance user experience.

As I’ve said before, companies are all about people.  Getting to know the Tumblr team has been really amazing.  I’ve long held the view that in all things art and design, you can feel the spirit and demeanor of those who create them.  That’s why it was no surprise to me that David Karp is one of the nicest, most empathetic people I’ve ever met.  He’s also one of the most perceptive, capable entrepreneurs I’ve worked with.  His respect for Tumblr’s community of creators is awesome, and I’m absolutely delighted to have him and his entire team join Yahoo!.   

Both Tumblr and Yahoo! share a vision to make the Internet the ultimate creative canvas by focusing on users, design — and building experiences that delight and inspire the world every day.

http://yahoo.tumblr.com/

Mein Blog gehört jetzt Marissa Mayr.

Herzlichen Punk!

Es war eine fantastische Zeit. Es waren Tage und Nächte im Büro. Und es hat verdammt viel Spaß gemacht. Es war unser Versuch, Wirtschaft anders zu erzählen. Den Wirtschaftsjournalismus neu zu erfinden. “Sieht aus wie eine Actionkomödie und liest sich wie ein Dokumentarfilm”, schrieb ein Leser über Business Punk einst auf der Business-Punk-Facebook-Wall. Seither weiß ich: Es hat funktioniert. 

An jenem Abend im Winter 2008, als meine Kollegin Anja Rützel und ich Business Punk ausgedacht haben, haben wir nicht geglaubt, dass es das Heft jetzt - mehr als vier Jahre später - noch gibt. Dass es einmal die Financial Times Deutschland, für die wir beide auch damals schon arbeiteten, überleben würde. Dass es als eines von zwei Wirtschaftsmagazinen bei G+J übrig bleiben würde.

An jenem Abend im Winter 2008 haben wir nicht mal gewagt zu hoffen, dass Business Punk je erscheinen wird. Es war eine Schnapsidee (vielleicht eine Erklärung dafür, warum wir die “Schnapsidee” später zu einer festen Rubrik im Heft machten). Aber eine Schnapsidee, an die wir von Beginn an so fest glaubten, dass wir selbst Skeptiker überzeugen konnten. Viele Leser und User lieben das Heft. Andere hassen unsere Idee. Vor allem eines war Business Punk aber nie: egal. Und das ist, was bleibt.

Nun habe ich mich entschieden - genau wie meine Kollegin Anja Rützel - Business Punk zu verlassen. Das März-Heft (Ausgabe 01/2013) war die letzte Ausgabe, die ich als Redaktionsleiter verantwortet habe; der 30. April 2013 war mein letzter Tag bei den G+J Wirtschaftsmedien. 

Darum an dieser Stelle:

Herzlichen Punk an alle, die uns in Redaktion und Verlag die Chance gegeben haben, dieses Heft zu entwickeln, zu publizieren und erfolgreich am Markt zu etablieren.

Herzlichen Punk an alle, die mitgearbeitet und uns in den vergangenen Jahren unterstützt haben.

Und herzlichen Punk an alle Kritiker, die uns angespornt haben, immer wieder etwas zu verändern - oder gerade nicht. 

Bevor ich 2005 zur FTD kam, habe ich fast ausschließlich online gearbeitet, u.a. bei yahoo.dee-politik.desueddeutsche.de und jetzt.de. Nun gehe ich zurück ins Digitale. Ich freue mich auf den Job und die neuen Kolleginnen und Kollegen - es wird eine fantastische Zeit.

Besser Online

Denkanstöße zum Onlinejournalismus vom Chefredakteur sueddeutsche.de: ploechinger:

Wo steht der Onlinejournalismus 2012? Das war die Frage – im Folgenden eine Textversion meiner Antwort bei der Eröffnungsrede des Kongresses „besser online“ an diesem Samstag.

„Wir“: Dieses Wort in den drei folgenden Thesen soll bitte nicht missverstanden werden. Es ist eine generalisierende Referenz auf uns Journalisten in Deutschland, aber natürlich betreffen die Thesen nicht alle oder alle gleichermaßen. Es geht um eine Selbstkritik, wo wir als Profession dazulernen müssen.

„Peinlich“: Mit diesem Wort habe ich im Vortrag beschrieben, dass wir deutsche Journalisten in Summe noch viel zu wenig aus dem Medium namens Online machen. Es geht daher um Antworten auf die Frage, wie wir Journalisten unser Verständnis von Online ändern sollten, um besser zu werden, und was wir Onliner ändern können, um online besser zu machen.

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